Foto eines Industrie-PCs beim Referenzkunden FröschleNicht erst seit gestern wissen die Ingenieure rund um die Produktionsstätten der Fleischindustrie, dass maßgeschneiderte Lösungen zur Stückzahlerfassung im Produktionsablauf die Wirtschaftlichkeit steigern und durch Dokumentation den Weg vom Anfang bis zum Ende des Produktes nachvollziehbar machen. Jedoch sind anpassbare Lösungen am Markt eher selten. Hier setzt das Unternehmen VOS Schott an und zeigt am Beispiel Fröschle PET-Food, dass eine Stückzahlerfassung während der Produktion eine durchaus lösbare Aufgabe ist.

Fotos beim Referenzkunden FröschleFröschle PET-Food setzt bereits STERIFLOW-Autoklaven von VOS Schott ein. Beiläufig erfährt Volker Schott im Gespräch, dass es derzeit nicht möglich ist, die genaue Dosenanzahl beim Etikettieren zu ermitteln. Ebenso wünscht der Kunde, die Etiketten mit einer Chargennummer zu versehen. Somit könnte er genau rückverfolgen, wieviele Dosen zu einer Charge gehören und auch zum Beispiel wann die Charge produziert wurde.

Die Lösung ist naheliegend: eine maßgeschneiderte Prozesssteuerung, die zum Einen die Stückzahl erfasst und zum Anderen die Daten visualisiert und für Statistiken und Nachweise dokumentiert.

Ausgangssituation
Fröschle PET-Food produziert Dosen in 200 gr, 400 gr und 800 gr Volumen. Durch unterschiedliche Sorten kommt er auf insgesamt ca. 60 verschiedene Dosenprodukte.

Nach dem Sterilisieren der Dosen im Autoklaven fahren die Wagen direkt zur Etikettiermaschine. Durch Schwankungen während der Dosenabfüllung kann man die Stückzahl nicht immer sicher bestimmen: es entstehen Differenzen von 5 bis 10 Dosen, die nicht dokumentiert sind. Somit kann der Kunde nie genau feststellen, wie viele Dosen letztendlich in einer Charge etikettiert wurden. Dies möchte er direkt während des Etikettierens sehen und beeinflussen können.
Die bereits erwähnte Chargennummer soll für eine nachweisbare Rückverfolgung des Produkts sorgen. Wann wurden wieviel 200gr Dosen an einem bestimmten Datum für einen bestimmten Händler produziert? Somit könnte er auch für seine Händler eine nahtlose Transparenz offenlegen.

Leistungsbeschreibung
Um eine korrekte Stückzahlerfassung zu erreichen, ist es sinnvoll, direkt vor das Etikettieren die Zählung zu schalten. Die zu zählenden Dosen kommen aus dem Autoklaven auf das Förderband. Dort ist am Eingang zur Etikettiermaschine ein sogenannter Initiator, ein elektrischer Sensor, installiert, der variabel auf das Dosenformat einstellbar ist. Nun fahren die Dosen über das Förderband an diesem Sensor vorbei, werden gezählt und anschließend etikettiert.
Neben der Etikettiermaschine ist ein Industrie-PC montiert, mit dem der Kunde über ein 15“ Touchscreen sehr komporfabel das Dosenformat und die Sorte wählt und den Zähler manuell startet. Gleichzeitig wird eine Chargennummer vergeben, die nur für diesen Dosendurchlauf – also die gewählte Sorte – gilt. Am Touchscreen kann der Kunde die Zählung live verfolgen und gegebenenfalls auch zwischendurch stoppen. Sind alle Dosen des gewählten Formats und der Sorte durchgelaufen, stoppt der Kunde den Zähler.

Nun kommt der zweite entscheidende Kundenwunsch zum Tragen: die Charge wird protokolliert. Das Protokoll enthält Beginn und Ende der Charge mit Datum und Uhrzeit sowie die Chargennummer. Ebenfalls werden die artikelspezifischen Informationen wie Artikelbezeichnungen, Dosenformat, Menge der Dosen und das theoretische Gesamtgewicht der Charge – Dosenmenge mal Dosenformat – dokumentiert. Um auch die Leistung der Etikettiermaschine zu erfassen, wird die durchschnittliche Durchlaufgeschwindigkeit der Dosen analysiert und angezeigt.

Danach wartet schon die nächste Doseneinheit im Autoklav auf die Weiterverarbeitung am Förderband. Der Kunde gibt über den Touch-Screen die artikelspezifischen Angaben und eine neue Chargennummer ein und startet den Zähler. Los geht‘s. So verlaufen alle Chargen, und der Kunde kann von Beginn an bis zur Etikettierung alle Dosendurchläufe lückenlos erfassen.

Für seine Statistik kann Fröschle PET-Food auf Informationen wie Stückzahl der Artikel und Dosenformate pro Monat und pro Jahr zurückgreifen. Ebenso werden Gesamtstückzahlen und Gewicht dokumentiert, die auch monatlich und jährlich abrufbar sind.

Eine rundum gelungene und praktikable Lösung ist innerhalb kürzester Zeit entstanden, denn VOS Schott setzt auf Kundennähe: Prozesse von Gestern für Heute optimieren und die Sicht auf Morgen immer im Blick haben. Notwendige Prozessoptimierungen werden zeitnah erledigt und der Kunde kann schnell in seinem Produk­tionsprozess fortfahren.

„Endlich können wir die unterschiedlichen Chargen zählen und die gespeicherten Daten auch für Statistiken verwenden. Toll.“